Families Kopstukken derde rijk

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djstefano

Families Kopstukken derde rijk

Bericht door djstefano »

Hallo, laatstleden keek ik naar m'n film " Nuremberg" en ik vroeg mij zo af wat er geworden is van de families en het gezin zelf van de grootste nazi-kopstukken zoals :

- Hermann Goring
- Rudolf Hess
- Karl donitz
- Von schirach
- ...

Met Duitsland in puin te liggen en aan hun lot over te laten zijn denk ik dat ze ook wel een harde tijd tegemoet komen te staan hebben en misschien uitgebuit worden door Duitse landgenoten, ik zou er graag iets van horen.


Bedankt
KevinP
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Lid geworden op: 17 jan 2004, 12:09
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Bericht door KevinP »

Zojuist plaatste ik op een ander forum deze boekentip over de kinderen van nazi-kopstukken, misschien heb je er wat aan?
Ik schreef:"Mijn vader was een nazi" door Norbert en Stephan Lebert. ISBN 9076341230.

In dit boek worden de levensverhalen van de kinderen van Hess, Bormann, Frank, Himmler, Göring en von Schirach beschreven.
Eventueel kan ik de levensverhalen van deze kinderen heel kort samenvatten.
djstefano

Bericht door djstefano »

Als je dat zou willen doen, kort samenvatten. :)
KevinP
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Lid geworden op: 17 jan 2004, 12:09
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Bericht door KevinP »

Ik heb een samenvatting van dit boek gevonden in het Duits. Ik hoop dat je daar wat aan hebt. Mocht je echt concrete dingen willen weten over deze personen kun je daar natuurlijk naar vragen.
Denn Du trägst meinen Namen - Das Erbe der Nazi-Kinder

Viel ist über die Nazi-Täter geschrieben worden: ihre Charaktere, ihre Funktionen im Dritten Reich, ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nur eines wird dabei häufig nicht bedacht: Die Täter waren Väter.

Heinrich Himmler, Martin Bormann, Baldur von Schirach, Hans Frank, Hermann Göring und Rudolf Hess hatten Kinder. Der Journalist Norbert Lebert war sich dieser Tatsache bereits 1959 bewusst und besuchte die Kinder der Nazi-Größen 15 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs vermittelt durch den Dolmetscher zwischen Hitler und Mussolini. Die Interviews veröffentlichte er später in der Zeitschrift Weltbild, die bereits ein Jahr später eingestellt wurde. Die Serie hieß: Denn Du trägst meinen Namen.

1999, kurz nach dem Tod seines Vaters, bekommt dessen Sohn Stephan das bereits vergilbte Manuskript zum ersten Mal zu Gesicht. Nun ist der Schritt nicht mehr weit bis zu der Idee, dieselben Menschen vierzig Jahre später noch einmal aufzusuchen, zu sehen wie sie leben, ob sie sich verändert haben. Das Resultat weicht nicht sonderlich stark von dem ab, was bereits Leberts Vater herausfand. Die Tendenzen, die die Kinder der Nazi-Täter bereits in jungen Jahren zeigten, sind zu Lebenswegen geworden.

Wolf-Rüdiger Heß, der bereits als junger Mann den Wehrdienst verweigerte, weil er keinem Staat dienen wollte, der seinen Vater gefangen hält, hat bis zu dessen Selbstmord im Jahr 1987 für seine Freilassung gekämpft. Der Sohn des Führerstellvertreters glaubt bis heute an eine Verschwörung, ist überzeugt, dass sein Vater ermordet wurde. Auf einer Homepage präsentiert er der Außenwelt seine "Beweise".

Martin Bormann junior hat einen anderen Weg gewählt. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches bei einem Bauern in Österreich aufgewachsen, trat er früh dem christlichen Glauben bei. Später bereiste er als Missionar Afrika, bis er aufgrund einer schweren Krankheit nach Deutschland zurückkehren musste. Seitdem setzt er sich auf Vortragsreisen für mehr Toleranz und Nächstenliebe ein. Dem Vater, Hitler-Sekretär Martin Bormann, steht er sehr kritisch gegenüber. Er beschönigt nichts. Hassen will er seinen Vater trotzdem nicht, das vierte Gebot verbietet es: "Man kann seinen Eltern nicht entkommen, wer sie auch sind."

Ganz anders dagegen Niklas Frank: Der Sohn von Hans Frank, dem Generalgouverneur von Polen mit Spezialauftrag Massenmord, hat seinen Vater zeitlebens gehasst. Im stern lies er die Öffentlichkeit in der Serie „Mein Vater, der Nazimörder“ ganz unmittelbar an seiner privaten Vergangenheit teilhaben und sprengte dabei jede journalistische Grenze: Ausführlich beschrieb er, wie er am 16. Oktober, dem Tag, an dem sein Vater gehenkt wurde, immer über dem Foto des Vaters onanierte. Schonungslos hat er mit seinem Vater abgerechnet, ihn analysiert und kein gutes Haar an ihm gelassen: Hans Frank sei feige, korrupt, machtgeil, grausam und windelweich gewesen. Irgendwie hat der Sohn gelernt, mit diesem Erzeuger zu leben und daran nicht zu sterben oder Selbstmord zu begehen, wie so viele Nachkommen der Nazi-Schergen.

Gudrun Himmler hat den Absprung vom väterlichen Erbe nicht geschafft. Vom Vater zur Prinzessin erzogen, ist sie noch heute stolz darauf, die Tochter Heinrich Himmlers zu sein. Jahre ihres Lebens verwendete sie darauf, den Reichsführer SS zu rehabilitieren. Auch sie bezweifelt den Selbstmord ihres Vaters, der auf eine Zyankali-Kapsel biss, um der sicher bevorstehenden Hinrichtung zu entgehen. Die verbissene Überzeugung, die Welt habe sich gegen sie und ihren Vater verschworen, hat sie verbittert und blind für die Wahrheit gemacht. Die Tochter des Mannes, der die Konzentrationslager errichten ließ, engagiert sich bis heute in einer Organisation, die führenden Nazis nach Ende des Zweiten Weltkriegs half, entweder das Land zu verlassen oder sich wieder in Deutschland zu integrieren. Außerdem tritt Gudrun Himmler gerne auf Versammlungen der Neo-Nazis auf, wo sie sich von beschränkten Faschisten feiern lässt.

Ähnlich verblendet ist Edda Göring: Sie kommt sogar zu dem Schluss, dass es in Deutschland immer von Vorteil gewesen sei, den Namen Göring zu tragen. Ihr kamen nicht nur die guten Auslandskontakte des Vaters zugute. Dazu gehörten auch die Premierenkarten für die Bayreuther Festspiele, die ihr die Familie Wagner zukommen ließ. Wie Gudrun Himmler hat sie einen großen Teil ihres Selbstbewusstseins aus dem Glanz des Vaters gezogen, was sie daran hinderte, ihren Vater so zu sehen, wie er war: ein brutaler Mensch, der über Leichen ging, so lange es der Steigerung seiner Macht diente. Weder Gudrun Himmler noch Edda Göring haben sich jemals ihrer Vergangenheit gestellt – mit einem Unterschied: Die Tochter des Reichsmarschalls des Großdeutschen Reiches war immer zu klug, um die Verbrechen des Nationalsozialismus in Frage zu stellen. An ihrer Vergötterung und Idealisierung des Vaters ändert das jedoch nichts. Klaus von Schirachs Leben war davon bestimmt, diplomatisch zu sein, sich anzupassen, bloß nicht aufzufallen.

Im Gegensatz zu den anderen Nazi-Sprösslingen hat er seinen Vater, Baldur von Schirach, auch nach seiner Haftentlassung im Jahr 1966 erlebt. Zeit seines Lebens ist er sich wie ein Tier im Zoo vorgekommen: Klaus von Schirach, das Nazi-Kind, von allen begafft und doch mit seinem Erbe alleingelassen. Dabei meint er: „Wir Nazi-Kinder sind völlig uninteressant. In unser Leben haben andere immer nur etwas hineininterpretiert.“ In der Hitlerjugend, einer Erfindung seines Vaters, sieht Baldur von Schirach immer noch die ideale Form einer Jugendorganisation. Schuld daran, dass die Ideale der Jungen und Mädchen verraten wurden, tragen weder seiner Vater noch die Hitlerjugend: Schuld haben die anderen...

Birte Kattelmann

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